Japanisches Curry (カレーライス) – Curry mit Reis

Japanisches Curry, in Japan Kare Raisu genannt, ist ein dicker, milder Eintopf aus Rindfleisch, Kartoffeln, Karotten und Zwiebeln, den du neben Reis auf den Teller gibst. Die Sauce schmeckt leicht süß und würzig, ihre sämige Konsistenz bekommt sie von einer Mehlschwitze mit Currypulver.

Curry Rice (カレーライス) – Japanisches Curry - RamenHeaven
1 Std 20 Mingesamt
4Portionen
550kcal
JapanischKüche ›
Zum Rezept

Was ist Kare Raisu?

Curry kam im späten 19. Jahrhundert mit britischen Seeleuten und englischem Currypulver nach Japan. Die japanische Marine nahm es auf ihren Speiseplan, und bis heute gibt es dort freitags Curry. Kare Raisu gehört in Japan zu den Gerichten, die in Familien, Schulkantinen und Imbissketten auf den Tisch kommen. Mit indischem Curry hat es wenig gemein: Die japanische Sauce ist mild, leicht süß und so dick, dass sie auf dem Reis liegen bleibt.

Curry-Roux oder Currypulver?

Japanische Familien kochen Curry meist mit Curry-Roux. Das sind Blöcke aus Fett, Mehl und Gewürzen, die du am Ende in den Topf gibst. Im Asia-Laden findest du sie in den Schärfegraden mild (Amakuchi), mittel (Chukara) und scharf (Karakuchi). Mit Roux lässt du Butter, Mehl und Currypulver der Rezeptkarte weg und rührst für 1 Liter Brühe etwa 100 g Blöcke ein. Einige Sorten enthalten tierisches Fett oder Fleischextrakt, lies für ein vegetarisches Curry die Zutatenliste.

Mit der Mehlschwitze der Karte bestimmst du Schärfe und Salz selbst. Japanisches Currypulver schmeckt milder als indisches Madras-Curry. Hast du nur Madras-Pulver, nimm 2 EL statt 3.

So wird die Sauce dick und glänzend

Röste das Mehl in der Butter, bis es nach Keks riecht und hellbraun ist. Das Currypulver kommt erst in der letzten Minute dazu, länger geröstet schmeckt es bitter. Rühr die Mehlschwitze mit einer Kelle heißer Brühe glatt, bevor sie in den Topf geht, dann bilden sich keine Klümpchen. Das Mehl braucht danach 5 Minuten Köcheln, bis es bindet. Ab diesem Moment setzt die dicke Sauce schnell am Topfboden an. Rühr alle 2 Minuten bis zum Boden durch.

Geriebener Apfel und Honig geben die typische Süße. In japanischen Haushalten kommen außerdem ein Stück dunkle Schokolade, ein Löffel Ketchup oder ein Schuss Worcestersauce in den Topf. Probier eine Zutat nach der anderen und schmeck nach jeder ab.

Varianten

  • Mit Hähnchen oder Schwein: Hähnchenschenkel in Stücken brauchen 20 Minuten Schmorzeit. Schweineschulter garst du 40 Minuten wie das Rind.
  • Katsu-Curry: Du servierst die Sauce mit einem panierten Schnitzel. Die Anleitung findest du bei Tonkatsu oder Chicken Katsu.
  • Curry-Udon: Reste verdünnst du mit Dashi und gibst sie über dicke Weizennudeln, siehe Kare Udon.
  • Hayashi Rice: Die Schwester des Currys schmort Rindfleisch und Zwiebeln in einer Sauce aus Tomate und Demi-Glace, zum Rezept geht es über Hayashi Rice.

Häufige Fehler

  • Zu wenig Bindung: Ohne Mehlschwitze oder Roux bleibt die Sauce dünn wie eine Suppe.
  • Kartoffeln zu klein: Würfel unter 2 cm zerfallen in 40 Minuten. Schneid sie grob, ihre Stärke dickt die Sauce beim Garen mit an.
  • Pulver verbrannt: Currypulver auf starker Hitze wird in Sekunden bitter. Röste es bei mittlerer Hitze.

Dazu passt

Zu Kare Raisu gehört japanischer Rundkornreis, den du nach der Anleitung unter Reis kochen zubereitest. Daneben liegen in Japan Fukujinzuke, in Sojasauce eingelegtes rotes Gemüse, oder Rakkyo, eingelegte Schalotten. Am zweiten Tag ist das Curry dicker, weil die Kartoffelstärke weiter bindet. Gib beim Aufwärmen einen Schuss Wasser dazu.

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Japanisches Curry (カレーライス) – Curry mit Reis

Laura Chen
Portionen

4

Vorbereitungszeit

20 Minuten

Kochzeit

60 Minuten

Kalorien

550

Küche

Japanisch

Kategorie

Hauptgericht

Japanisches Curry ist ein dicker, milder Eintopf aus Rindfleisch, Kartoffeln, Karotten und Zwiebeln, den du über weißen Reis gibst. Geriebener Apfel und Honig geben der Sauce Süße, das Currypulver würzt sie ohne viel Schärfe.
Curry Rice (カレーライス) – Japanisches Curry image

Zutaten

  • 2 Esslöffel Pflanzenöl
  • 500 g Rindfleisch, in Würfel geschnitten
  • 1 große Zwiebel, gewürfelt
  • 2 Karotten, in Scheiben geschnitten
  • 2 Kartoffeln, gewürfelt
  • 1 Apfel, gerieben
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 Stück Ingwer (etwa 2 cm), fein gehackt
  • 3 EL japanisches Currypulver (etwa 20 g)
  • 40 g Butter und 5 EL Mehl (etwa 40 g) für die Mehlschwitze
  • 1 Liter Rinderbrühe
  • 2 Esslöffel Sojasauce
  • 1 Esslöffel Honig
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • Gekochter weißer Reis zum Servieren

Zubereitungsschritte

  1. Erhitze das Öl in einem großen Topf und brate das Rindfleisch darin 5 Minuten rundherum an, bis es braun ist.
  2. Gib Zwiebel, Karotten und Kartoffeln dazu und brate sie 5 Minuten, bis die Zwiebel glasig ist.
  3. Gib Knoblauch, Ingwer und Apfel dazu und brate alles unter Rühren 1 Minute.
  4. Lösch mit der Rinderbrühe ab, gib Sojasauce und Honig dazu und bring alles zum Kochen.
  5. Reduzier die Hitze und lass das Curry 40 Minuten köcheln, bis Fleisch und Gemüse weich sind. Schmilz in der Zwischenzeit die Butter in einer kleinen Pfanne, rühr das Mehl ein und röste es bei mittlerer Hitze 3 Minuten, bis es hellbraun ist. Rühr das Currypulver ein und röste es 1 Minute mit.
  6. Rühr die Mehlschwitze mit einer Kelle Brühe aus dem Topf glatt und gib sie ins Curry. Lass es unter Rühren 5 Minuten köcheln, bis die Sauce dick wird, und schmeck mit Salz und Pfeffer ab.
  7. Richte das Curry neben gekochtem weißem Reis an.

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